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Sep 17

Alternativgerät Prevento Dekamax

Sind Alternativgeräte zur Kübelspritze als Feuerwehrfahrzeugbeladung nach Norm zugelassen?

Als Vertreiber von alternativen Löschmitteln (z. B. Prevento) und den dazugehörigen Drucksprühgeräten, sind wir oft mit der Frage konfrontiert, ob unsere Geräte überhaupt die Kübelspritze auf dem Feuerwehrfahrzeug ersetzen dürfen.

Wir haben das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) im speziellen den NA 031 Normenausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) gefragt, ob ein Alternativgerät zur Kübelspritze zugelassen ist.

Alternativgerät Prevento Dekamax

Darauf erhielten wir folgende Antwort: 

„Unsere Aufgabe ist die Festlegung von u. a. technischen Anforderungen an Feuerwehrausrüstungsteile in Normen, die in paritätisch besetzten Arbeitsausschüssen unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen erarbeitet werden.

In der Standardbeladung der meisten genormten Feuerwehrfahrzeuge wird standardmäßig mindestens die Kübelspritze gefordert.

Diese Forderung ist allerdings als Minimalanforderung an eine Mindestausstattung zu betrachten. In allen neueren Feuerwehrfahrzeugnormen wurde folgende Anmerkung für die feuerwehrtechnische Beladung aufgenommen:
„Alternativsysteme dürfen verwendet werden, sofern bei Verwendung von anderen als den zitierten Geräten und Einrichtungen unter Berücksichtigung der Schutzziele mindestens der angestrebte technische Einsatzwert, die Sicherheit und die Gebrauchstauglichkeit sicher gestellt ist.“

 

Zu der Thematik hatte unser Fachbereichsausschuss NA 031-04 FBR „Ausrüstung für die Feuerwehr“ bereits 1999/2000 beraten und hierzu folgenden Beschluss gefasst:

Beschluss:
Auf Kundenwunsch darf in der Beladung von Feuerwehrfahrzeugen anstelle einer Kübelspritze ein gleichwertiges Wasserlöschgerät verwendet werden.

Eine Überarbeitung der Beladelisten in den Feuerwehrfahrzeugnormen ist nicht notwendig.

Sollte wie bei Feuerlöschern für die Nachfüllung des Hochdrucklöschgeräts allerdings ein Sachkundenachweis notwendig sein, ist die Gleichwertigkeit zur Kübelspritze offensichtlich keineswegs gegeben.

Diese Anmerkung wurde gerade deshalb aufgenommen, um neue Entwicklungen in der Feuerwehrtechnik nicht dadurch zu hemmen, dass in den Normen explizit eine einzige Ausführung als verbindlich genannt ist. Wenn bei der Mitführung des Prevento Dekamax an Stelle der genannten Kübelspritze diese obige Forderung erfüllt ist, spricht aus normativer Sicht, und sofern die Feuerwehr als Kunde es wünscht, dem nichts entgegen.

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